Bodenaushubdeponie Gebatz/Großdorf

Aufgrund von zahlreichen Anfragen informieren wir über das geplante Vorhaben zur Errichtung und den Betrieb einer Bodenaushubdeponie in Großdorf.

Die Gebrüder Rüf Bau und Transport GmbH & Co KG, Au hat bei der BH-Bregenz um Genehmigung nach dem Abfallwirtschaftsgesetz 2002 einer Bodenaushubdeponie auf einer ca. 25.000 m² großen Teilfäche der Gst 4701/1, 4700, 10668/1, 7850, 7849 und 7862, alle KG Egg angesucht. Siehe Kundmachung Deponie Großdorf.

Kurze Projektbeschreibung:

Insgesamt sollen 99.000 m³ Aushub eingebaut werden. Der Einbau von Bodenaushubmaterial erfolgt in Etappen. Als erstes wird die Zufahrt zur Deponie hergestellt. Danach wird der östliche Teil der Deponie erschlossen und von Osten nach Westen mit dem Einbau und der laufenden Fertigstellung des Deponiekörpers begonnen.

Die Betriebszeiten sind von Mo-Fr von 07.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 19.00 Uhr und samstags von 07.00 bis 12.00 Uhr. Vor Ort kommt eine 16 to Schubraupe und ein 25 to Bagger zum Einsatz.

Die Erschließung erfolgt über die L 29 Großdorferstraße und einer bestehenden, privaten Zufahrtstraße. Diese Zufahrtstraße wird verlängert und asphaltiert, um eine ausreichende Abrollstrecke auf staubfreiem Untergrund zu erzielen. An Spitzentagen werden max 40 LKW-Anlieferungen getätigt. Dies aber nicht täglich und es gibt auch Tage, an denen keine Fahrten mit Lastkraftwagen stattfinden. Die Gesamtfertigstellung soll in 10 Jahren erfolgen.

Hinweis: Auf einem LKW werden ca 10 m³ Aushubmaterial transportiert. Rechnet man je Anlieferung mit ca. 10 m³, wäre die Deponie bei einer Tages-Spitzenleistung von 40 LKW-Anlieferungen innerhalb von 248 Tagen voll. Die Gesamtfertigstellungsdauer beträgt 10 Jahre. Hier soll Aushub eingelagert werden, der fallweise von größeren Aushubarbeiten wie auch von kleineren Aushubarbeiten anfällt.

Erläuterung:

Nach § 37 Abs 3 AWG 2002 sind Deponien, in denen ausschließlich Bodenaushub- und Abraummaterial, welches durch Ausheben oder Abräumen von im Wesentlichen natürlich gewachsenem Boden oder Untergrund anfällt, abgelagert werden, sofern das Gesamtvolumen der Deponie unter 100 000 m3 liegt, nachdem vereinfachten Verfahren gemäß § 50 AWG zu genehmigen.

Beginnend von Egg Ortszentrum Schmittenbachbrücke und beginnend von Lingenau Ortszentrum Höhe ADEG ist für die gesamte L 29 Großdorferstraße ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 to Gesamtgewicht, ausgenommen Anrainer und Zubringerverkehr nach der Straßenverkehrsordnung verordnet und in Kraft. Ob eine Zufahrt zur Deponie im Zuge des Anrainer- bzw. Zubringerverkehrs zulässig ist, ist durch die BH Bregenz als zuständige Behörde zu prüfen.

Die Gemeinde Lingenau hat im Genehmigungsverfahren keine Parteistellung und keinerlei Einspruchsrecht. Um für private Häuslebauer bis zu größeren Unternehmen Entwicklung zu ermöglichen, ist es auch erforderlich, dass anfallender Bodenaushub ordnungsgemäß deponiert werden kann. Wichtig ist dabei, dass sich entsprechende Deponiemöglichkeiten in der Region der Bauvorhaben befinden, um lange Zu- und Abfahrten – besonders im Hinblick auf Lärm- und Staubbelastungen für die Bevölkerung aber auch im Hinblick auf die Ökologie – zu vermeiden.

Somit sind Deponiestandorte regionale Themen und wichtig für eine Entwicklung der Region und im öffentlichen Interesse gelegen. Es liegt auch in der regionalen Verantwortung, dass der Aushub, der in der Region anfällt auch regional deponiert wird.

Wir sind jedoch bemüht, dass insbesondere folgende Punkte bei Umsetzung beachtet werden:

  • Zu der geplanten Deponie darf nur Aushubmaterial aus dem Raum Mittel- und Vorderbregenzerwald angeliefert werden. Es darf kein Aushubmaterial aus dem Hinterbregenzerwald oder dem Rheintal eingebaut werden.
  • Die Zufahrt erfolgt über Großdorf oder Lingenau. Die Gemeinde Lingenau vertritt klar den Standpunkt, dass LKWs mit Aushub aus dem Mittelwald über Egg-Großdorf zu- und abfahren müssen – nicht wie im Schreiben der Fa. Rüf angekündigt nur zufahren. Der Aushub, der im Vorderwald und in Alberschwende anfällt, ist über Lingenau zu verbringen. Es handelt sich dabei jeweils um den kürzesten Weg.
  • Ob eine Zufahrt zur Deponie im Zuge des Anrainer- bzw. Zubringerverkehrs zulässig ist, ist durch die BH Bregenz als zuständige Behörde zu prüfen.

Weiters planen die Gemeinden Egg und Lingenau, das Projekt in der öffentlichen Gemeindevertretungssitzung vorzustellen:
Gemeinde Egg: Montag, 27.04.2015
Gemeinde Lingenau: Montag, 04.05.2015

§37AWG2002
§50AWG2002
Kundmachung Deponie Großdorf
Lageplan
Schnitte
Deponie Gebatz Informationsschreiben der Fa Rüf

Einladung der Fa. Rüf zur Informationsveranstaltung:

Bodenaushubdeponie „Gebatz/Gdf.“: Einladung

Einladung zur öffentlichen Informationsveranstaltung – Bodenaushubdeponie Gebatz / Egg – Großdorf.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, werte Interessierte,

gerne laden wir Sie zur Informationsveranstaltung Bodenaushubdeponie Gebatz / Egg – Großdorf ein: Wir als Firma Gebrüder Rüf Bau und Transport GmbH & Co KG geben Ihnen gerne einen fundierten Einblick in die geplante Bodenaushubdeponie.

Wann?
Montag, den 13. April 2015, 18 Uhr

Wo?
Landammannsaal Großdorf

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Gebrüder Rüf Bau und Transport GmbH & Co KG
Im Forst 469, A-6883 Au im Bregenzerwald
Tel.: +43 5515 / 2280
E-Mail: office@ruefbau.com
Internet: www.ruefbau.com

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Link zur Kundmachung: http://www.egg.at/system/files/kundmachung_deponie_grossdorf.pdf

Die Eckdaten der geplanten Deponie im Überblick:
Lagervolumen: ca. 99.000 m³
Gelagert wird auf einer Fläche von rund 25.000 m² (4 verschiedene Grundbesitzer)
An Spitzentagen würden lt. Darstellung max. 40 LKW-Anlieferungen (4 Achser oder Sattelzüge) getätigt.
Die Betriebszeiten: Mo – Fr von 07.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 19.00 Uhr , Samstags von 07.00 bis 12.00 Uhr.
Gesamtfertigstellung: 10 Jahre
Die Projektunterlagen liegen bis zum 20. April 2015 u.a. beim Gemeindeamt in Egg zur Einsicht auf.